Aktuelle Infos und Expertentipps rund ums Laufen!
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Schön, dass Sie dabei sind. Die Laufgruppe der BKK Herkules
Am Samstag starten wir zum Firmenlauf
Die drei größten Fehler am Wettkampftag vermeiden
1. Fehler: Das Starttempo
Lass dich nicht von anderen Läufern in deinem Tempo beeinflussen!
Zu schnell gestartet und später einen kompletten Leistungseinbruch gehabt, weil man sich zu sehr mitreißen ließ oder einfach übermotiviert war – das ist wahrscheinlich schon jedem erfahrenen Läufer passiert.
Unser Tipp: Achte besonders als unerfahrener Wettkampfläufer auf dein Tempo beim Start. Plane vorher genau, in welchem Tempo du laufen willst, und halte dich daran. Wenn du später noch ausreichend Kraft hast, kannst du das Tempo dann leicht anziehen.
2. Fehler: Die Ernährung
Magenprobleme beim Laufen können selbst die beste Vorbereitung zunichtemachen.
Idealerweise solltest du deinen Körper bis zum Wettkampf so gut kennen, dass du weißt, was du wann am besten verträgst. Damit verringerst du dein Risiko für Magenprobleme deutlich.
Unser Tipp: Fang am besten schon im Training an, verschiedene Mahlzeiten und Kohlenhydratquellen zu testen, um herauszufinden, was du vor dem Training und beim direkt Laufen am besten verträgst. Achte dabei auf leicht verdauliche Kohlenhydrate, die fett- und proteinarm sind, damit dein Magen diese leicht verarbeiten kann. Z. B. Banane, Toast mit Honig oder Haferflocken.
3. Fehler: Aufwärmen
Mit kalten Muskeln startet man schlechter und riskiert Verletzungen.
Wenn du mit kalten Muskeln direkt ins Wettkampftempo startest, fällt dir der Laufstart viel schwerer und du riskierst Verletzungen.
Unser Tipp: 5–10 Minuten lockeres Einlaufen und/oder ein paar dynamische Übungen reichen aus, um deine Muskulatur aufzuwärmen.
3 Läufe für maximalen Fortschritt
Was ist ein Run-Walk-Run?
VO₂Max-Training einfach erklärt
Was ist eigentlich VO₂max?
Der Begriff beschreibt die maximale Sauerstoffmenge, die dein Körper bei körperlicher Belastung aufnehmen und nutzen kann. Dieser Wert ist wichtig, um deine kardiovaskuläre Fitness einzuschätzen.
Ein hoher VO₂max-Wert zeigt an, dass Herz, Lunge und Muskeln effizient zusammenarbeiten. Die VO₂max kann beispielsweise bei einer Spiroergometrie genau ermittelt werden, aber auch viele Fitnesstracker geben einen relativ genauen Wert an.
VO₂max vs. Zone-2-Training
Zone-2-Training und VO2max-Training sind zwei verschiedene Ansätze im Ausdauertraining, die unterschiedliche Ziele und Trainingsreize setzen.
Beim Zone-2-Training steht die aerobe Basis im Fokus, während das VO2max-Training die maximale Sauerstoffaufnahme verbessert.
Eine höhere maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) verbessert die Leistungsfähigkeit bei hohen Intensitäten. Für ein effektives VO2max-Training benötigst du jedoch eine solide aerobe Basis, die es dir ermöglicht, das Training effizient durchzuführen. Daher sollten besonders Laufanfänger im Training den Fokus auf Zone-2-Einheiten legen. Im späteren Verlauf des Trainingsplans können dann regelmäßige Intervalleinheiten zur Steigerung der VO₂max eingebaut werden.
Was ist ein "Long Run"?
Ein Long Run, also ein langer, langsamer Dauerlauf, bietet im Lauftraining viele Vorteile. Er verbessert die Ausdauer, stärkt das Herz-Kreislauf-System, optimiert die Fettverbrennung und hilft, die mentale Stärke zu entwickeln, die für lange Strecken wichtig ist.
Verbesserte Ausdauer:
Der Körper gewöhnt sich an längere Belastungen, was zu einer höheren Leistungsfähigkeit führt.
Stärkeres Herz-Kreislauf-System:
Das Herz wird effizienter und kann mehr Blut pro Schlag pumpen.
Optimierte Fettverbrennung:
Bei langsamen Dauerläufen lernt der Körper, vermehrt Fett als Energiequelle zu nutzen und schont die begrenzten Glykogenspeicher.
Stärkere Muskulatur und Gelenke:
Regelmäßige lange Läufe machen Muskeln und Gelenke widerstandsfähiger und beugen Verletzungen vor.
Erhöhte Anzahl an Mitochondrien:
Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen und ihre Anzahl und Effizienz werden durch lange Läufe gesteigert.
Verbesserte Sauerstoffaufnahme:
Der Körper lernt, Sauerstoff effizienter zu nutzen, was zu einer besseren Ausdauerleistung führt.
Psychologische Vorteile:
Mentale Stärke: Lange Läufe helfen, die mentale Widerstandsfähigkeit zu stärken und sich auf die Herausforderungen von Wettkämpfen vorzubereiten.
Stressabbau: Laufen kann Stress reduzieren und die Stimmung verbessern.
Selbstvertrauen: Das Erreichen von längeren Distanzen gibt ein Gefühl der Selbstwirksamkeit und steigert das Selbstvertrauen.
Tipps für den Long Run:
- Langsam beginnen: Steigere die Distanz und Zeit langsam und achte auf deinen Körper.
- Regelmäßig einplanen: Integriere den Long Run einmal pro Woche in deinen Trainingsplan.
- Ausreichend trinken und essen: Versorge deinen Körper mit ausreichend Flüssigkeit und Energie.
- Langsame Pace: Laufe im aeroben Bereich, also Zone 2 mit 60 bis 70 % deiner maximalen Herzfrequenz für den besten Trainingseffekt.
Profi-Tipp: Verletzungsrisiko minimieren - 80/20-Regel
Besonders Laufanfänger überlasten ihren Körper häufig mit einem viel zu hohen Trainingsvolumen. Das kann zu Verletzungen führen. Damit Sie sich und den Körper nicht überfordern, sollten Sie Ihre Laufstrecke pro Woche höchstens um 10 % erhöhen. Nehmen wir mal an, Sie haben letzte Woche drei Läufe gemacht und insgesamt 15 km gelaufen. Dann sollten Sie in der nächsten Woche maximal 16,5 km laufen. Das hilft Ihrem Körper, sich an die Belastung zu gewöhnen, und senkt das Verletzungsrisiko.
In Zone 2 laufen
Warum ist gerade die Zone 2 so effektiv für Läufer?
Der Grund ist eigentlich ganz einfach: Die Prozesse im Körper, die für die Grundausdauer wichtig sind, wie der Fettstoffwechsel und die Sauerstoffaufnahme, funktionieren in der Zone 2 am besten. Wenn Sie nun regelmäßig in dieser Zone trainieren, kann sich der Körper am besten an die Belastungen anpassen und weiterentwickeln. Der Fettstoffwechsel und die maximale Sauerstoffaufnahme werden also immer besser. Deshalb steigt der Puls nicht mehr so stark an und bleibt auch bei schnellerem Tempo stabil. Das führt dazu, dass man relativ schnell in Zone 2 das Tempo verbessern kann. Dieser Effekt zeigt sich übrigens auch bei Läufen, die über deiner Zone 2 liegen. Das Wettkampftempo wird also auch schneller. Wenn Sie aber kein Zone 2 Training machen, kann sich der Körper deutlich schlechter anpassen. Das führt dazu, dass der Puls weiterhin stark ansteigt, da der Körper sich nur an schwere Belastungen anpasst. Daher empfehlen wir Ihnen, als Anfänger erst einmal langsam zu laufen. Der Trainingsbereich für Zone 2 liegt, je nachdem, wie man es definiert, bei 60 % bis 80 % oder 60 % bis 75 % der maximalen Herzfrequenz. In diesem Bereich sollten mindestens 80 % der Läufe absolviert werden.
Noch ein Vorteil von Zone-2-Läufen ist, sie fühlen sich locker an. Mann kann sich dabei problemlos unterhalten, wird weniger müde und kann deshalb öfter und länger trainieren. Gleichzeitig senkt man das Verletzungsrisiko deutlich.
Profi-Tipp: Laufen im Grundausdauerbereich
Für untrainierte Laufanfänger kann es besonders schwierig sein, in Zone 2 bzw. im Grundausdauerbereich zu laufen.
Die Herzfrequenz steigt durch das Laufen noch zu schnell an und geht dabei übersteigt dabei den Zone 2 Bereich, Gehpausen können hier helfen, aber auch diese funktionieren nicht immer, da der Puls kurz danach wieder zu hoch ist. Für Läufer bei denen das bereits in einer sehr langsamen Pace von unter 8:00 pro Kilometer passiert, ist es einfacher und effektiver, auf alternative Trainingsmethoden zu setzen. Aber auch für fortgeschrittene Läufer können andere Sportarten Abwechslung bieten und die allgemeine Belastung auf den Körper durch das reine Laufen reduzieren.
Sportarten wie Radfahren, Laufen auf dem Laufband mit Steigung und Nordic Walking sind gut geeignet, um im Grundlagenausdauerbereich zu trainieren. Da hier die körperliche Belastung deutlich niedriger ist und der Puls daher langsamer steigt und einfach zu halten ist. Die dabei erworbene Grundausdauer hilft anschließend auch im Lauftraining einfacher den gewünschten Pulsbereich zu halten. Wichtig ist, dass die Trainingseinheiten lang genug sind. Bei Steigungen auf dem Laufband und Nordic Walking können 30 bis 45 Minuten pro Training ausreichen. Beim Radfahren sollten Sie aber für einen optimalen Trainingseffekt eher mindestens 60 Minuten am Stück fahren.
Laufanfänger sollten aber darauf achten, ihren Körper bereits auf das Laufen vorzubereiten. Daher sollte pro Woche mindestens 30 Minuten lang ein lockeres Lauftraining mit Gehpausen absolviert werden. So kann sich der Körper an die Belastung gewöhnen und es kommt später nicht zu Verletzungen, weil Ihr Körper die neue Belastung nicht kennt.
Umgang mit hohem Puls
Pulsmessung
Profi-Tipp: Maximalpuls bestimmen
1. Der einfachste aber auch ungenauste Weg ist die Berechnung per Formel.
Männer: 226 - Lebensalter
Frauen: 220 – 0,9 x Lebensalter
Beispiel:
Mann 35 Jahre = Max. Puls von 191
Frau 35 = Max. Puls von 188
Anschließend nutzt du deine errechnete maximale Herzfrequenz um die Trainingszonen zu bestimmen:
Du bist weiblich und 35 Jahre alt, dann liegt dein maximaler Puls bei 188.
Deine Zone 2 (60 -75%) würde dem entsprechend bei 122 bis 142 liegen.
Aber Achtung: Dieser Wert muss nicht stimmen, da die maximale Herzfrequenz von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.
2. Am genausten ist eine sportmedizinische Untersuchung. Dabei werden über Messungen dein maximaler Puls und deine Zonen ermittelt. Diese Untersuchung bezuschussen wir als Krankenkasse alle zwei Jahre mit bis zu 150 €.
3. Du kannst aber auch den Selbsttest für deine maximale Herzfrequenz machen. Dieser ist relativ genau.
Hierfür läufst du erst 10 Minuten locker, danach 3 x 3 Minuten mit steigender Belastung. Im letzten 3-Minuten-Intervall solltest du mit voller Belastung laufen. Lasse zwischen den Intervallen immer eine Pause von 2 Minuten in der locker weiterläufst oder notfalls gehst. Anschließend läufst du 10 Minuten locker aus. Die höchste gemessene Herzfrequenz ist dein Maximalpuls.
Laufen in verschiedenen Herzfrequenz-Zonen
In der Sportwissenschaft wird unser Puls in verschiedene Belastungszonen unterteilt, die angeben wie anstrengend einen Trainingseinheit ist und welchen Trainingseffekt sie hat.
Das Tempo der verschiedenen Zonen wird prozentual über deinen Maximalpuls ermittelt.
Zone 1 (50–60 %): Sehr leicht, entspanntes Sprechen möglich. Zum Aufwärmen, Abkühlen und zur Erholung nach harten Einheiten.
Zone 2 (60–75 %): Leichtes Tempo, ruhiges Sprechen möglich. Ideal für Fettverbrennung, Grundlagenausdauer und Einsteiger. 2–3x pro Woche empfohlen.
Zone 3 (75–85 %): Mittlere Intensität, Sprechen wird schwerer. Fördert Ausdauer und Tempohärte – Tempoläufe.
Zone 4 (85–90 %): Hohes Tempo, Keuchen. Verbessert anaerobe Schwelle und Tempoleistung – ideal für Intervalltraining.
Zone 5 (90–100 %): Sehr hohe Intensität, starkes Keuchen, maximale Anstrengung. Wird oft für hochintensives Intervalltraining genutzt.
Als Anfänger sollte der Fokus vorrangig auf dem Zone 2 Training liegen. Aber auch als fortgeschrittener Läufer ist es besser eine 80/20 Regel einzuhalten.
Profi-Tipp: Der richtige Laufschuh
- Der richtige Laufschuh sollte zu deinem Laufstil und deinen Laufgewohnheiten passen.
Achte daher nicht auf das Design und lass dich besonders als Laufanfänger von einem Experten beraten. Er findet den passenden Schuh und achtet auf diverse Kriterien um dich individuell bestmöglich zu beraten:
- Passform und Komfort: Der Schuh sollte gut sitzen, ohne zu drücken oder zu rutschen. Achte auf eine angenehme Passform, die deinen Fuß umschließt, aber nicht einschnürt.
- Fußtyp kennen: Es ist hilfreich, deinen Fußtyp zu kennen – ob du eher einen neutralen Fuß, Überpronation (Fuß rollt nach innen) oder Supination (nach außen rollt). Das beeinflusst die Wahl des passenden Schuhs.
- Dämpfung: Je nach Laufstil, Körpergewicht und Streckenlänge solltest du auf die Dämpfung achten. Mehr Dämpfung bietet Schutz bei längeren Läufen, weniger Dämpfung sorgt für ein direkteres Laufgefühl.
- Stabilität: Für Läufer mit Überpronation sind stabilisierende Schuhe sinnvoll, um den Fuß in der richtigen Position zu halten.
- Laufuntergrund: Überlege, auf welchem Untergrund du hauptsächlich läufst – Asphalt, Trail oder Laufbahn. Es gibt spezielle Schuhe für unterschiedliche Oberflächen.
- Gewicht des Schuhs: Leichtere Schuhe sind ideal für schnelle Läufe oder Wettkämpfe, während schwerere Schuhe mehr Schutz bieten können.
- Atmungsaktivität: Das Material sollte atmungsaktiv sein, damit der Fuß trocken bleibt und Blasen vermieden werden.
Länge und Breite: Der Schuh sollte genügend Platz im Zehenbereich haben, damit die Zehen sich frei bewegen können, aber auch nicht zu locker sitzen.
- Laufschuhe sollten nach etwa 500 bis 800 Kilometern ersetzt werden, da die Dämpfung nachlässt
- Wenn du mehrmals pro Woche läufst und verschiedene Trainings absolvierst, ist es empfehlenswert, zwischen mehreren Laufschuhen zu wechseln, die jeweils optimal für das Training sind. So wird eine einseitige Belastung verhindert.
Profi-Tipp: 3 wichtige Tipps für Beginner
- Mach langsam: In der Regel fehlt dir als Anfänger die Grundausdauer. Die baust du bei einem entspannten Tempo, wo du dich noch in vollständigen unterhalten kannst auf. Das macht dich langfristig schneller.
- Kurze Strecken: Dein Körper sollte sich langsam an die neue Belastung gewöhnen. Als Laufanfänger reicht in den ersten Trainingseinheiten eine Laufstrecke von 1,6 km - bis 2,0 km. Steigere diese Strecken maximal um 10% pro Woche. Damit du verletzungsfrei bleibst.
- Intervalle: Wenn deine Ausdauer trotz langsamen Laufens noch nicht ausreicht für die Länge der Strecke, dann leg kurze Gehpausen von 30-90 Sekunden ein, um deinen Puls und deine Atmung wieder herunterzufahren. Mit der Zeit kannst du die Pausen immer kürzer halten und irgendwann wirst du es schaffen, die Strecke durchzulaufen.
(L)auf geht´s...
Unser Auftrag
Wir starten ins Training
Die Laufgruppe der BKK Herkules
Wir freuen uns gemeinsam auf die Vorbereitung für den Firmenlauf 2025 im Rahmen des Kassel-Marathon am 13. September.
Unsere Laufgruppe besteht aus 6 Stammläufern und weiteren Kollegen, die an verschiedenen Trainingseinheiten teilnehmen.
Wir haben unterschiedliche Trainingslevel aber ein gemeinsames Ziel und viel Spaß.
Unser Ziel ist es beim Firmenlauf, die 4,2 km gemeinsam zu bewältigen und vielleicht sogar als beste Krankenkasse abzuschneiden ;-)
Unterstützung durch Zuschüssen und Prämien!
Mit den Zusatzleistungen der BKK Herkules erhält man eine Vielzahl an finanzieller Unterstützung:
- Mitgliedschaft im Fitnessstudio
- Mitgliedschaft im Sportverein
- Teilnahme am Sportevent
- Tracking-Uhren, Laufschuhe und mehr
- Sportmedizinische Untersuchung
- Gesundheitskurse
Veröffentlicht am: 05.06.2025 - Zuletzt geändert am: 25.02.2026
