Wir möchten Sie über die Möglichkeit der persönlichen Vorsorge für die letzte Lebensphase informieren
 
Menschen wünschen sich, bis ins hohe Alter gesund und selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten.
Gleichwohl kann im Laufe des Lebens Jeder in die Lage geraten, für sich nicht mehr entscheiden zu können. So müssen sehr persönliche Entscheidungen durch andere Personen getroffen werden.

Der Gesetzgeber hat hierzu die Instrumente der Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung geschaffen.
Mit einer Patientenverfügung kann für den Fall der späteren Entscheidungsunfähigkeit vorab schriftlich festgelegt werden, ob in bestimmte medizinische Maßnahmen eingewilligt wird oder diese untersagt werden sollen.
Mit der Vorsorgevollmacht wird einer Person das Recht eingeräumt, für eine andere Person im eigenen Namen stellvertretend zu handeln. Die Vorsorgevollmacht gibt die Möglichkeit, die Bestellung eines Betreuers durch das Betreuungsgericht zu vermeiden.

Mit der Betreuungsverfügung kann im Voraus festgestellt werden, wen das Gericht im Bedarfsfall als rechtlichen Betreuer bestellen soll. Die Betreuungsverfügung kann mit einer Vorsorgevollmacht verbunden werden und würde dann zur Geltung kommen, wenn die Vorsorgevollmacht nicht wirksam ist.

Umfassende Informationen, die u.a. Musterformulare oder Formulierungshilfen enthalten, finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).