BKK oder Privat

Unterschiede zwischen gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV)

Wer die Wahl hat …

Arbeitnehmer, welche die Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung überschreiten (zum Beispiel höher verdienende Arbeitnehmer) oder Selbstständige haben ein Wahlrecht: Sie können die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verlassen und sich privat versichern. In der Regel besteht ausreichend Zeit, sich vor einem solchen Schritt ausführlich zu informieren und beraten zu lassen. Allerdings wählen trotzdem noch einige Versicherte viel zu schnell ein ganz anderes System der Krankenversicherung, ohne sich über die Folgen Gedanken zu machen.

…hat die Qual

Einerseits sind die Angebote sehr verlockend, andererseits ist es was viele nicht bedenken meistens eine Entscheidung auf Lebenszeit. Nach einem Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) gibt es in der Regel kein zurück mehr in die GKV. Gerade nicht im Alter, wenn die Beiträge für die dann so wichtige Krankenversicherung allein nach dem Risiko bemessen sind und zwar ohne Rücksicht auf das niedrigere Einkommen.

Eine ganz entscheidende Neuerung seit 01.01.2010 ist auch die volle steuerliche Absetzbarkeit der Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Die steuerliche Entlastung in der GKV ist höher wie in der PKV. Informieren Sie sich auch über die steuerlichen Vor- und Nachteile des jeweiligen Systems.

In der folgenden Übersicht bieten wir Ihnen eine Entscheidungshilfe durch Gegenüberstellung von Merkmalen der Betriebskrankenkasse Herkules zur privaten Krankenversicherung (PKV) an.

BKK Privat
Beitragsberechnung
Der Beitrag bei der BKK Herkules wird nach dem Einkommen der einzelnen Mitglieder (höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze) berechnet. Ein Beitragssatz gilt für alle Versicherten. Der Beitrag richtet sich nach dem Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand bei Vertragsabschluß und dem Leistungsumfang.
Wartezeit
Der Versicherte hat ab der 1 Sekunde der Mitgliedschaft Anspruch auf Leistungen. Es ist bei bestimmten Leistungen mit etwaigen Karenzzeiten zu rechnen.
Familienversicherung
Der Ehegatte und die Kinder sind unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei mitversichert. Es ist für jede Person ein eigener Beitrag zu zahlen.
Beitragsfreiheit
Zeiten, in denen Krankengeld, Mutterschaftsgeld oder Erziehungsgeld bezogen bzw. Elternzeit in Anspruch genommen wird, sind beitragsfrei. Es besteht keine Beitragsfreiheit während Krankengeld, Mutterschaftsgeld oder Erziehungsgeld bezogen wird bzw. Elternzeit in Anspruch genommen wird.
Rentenversicherungsbeiträge während des Krankengeldbezuges
Die Beiträge zur Rentenversicherung aus dem Krankengeld werden zur Hälfte vom Versicherten und der Krankenkasse getragen. Rentenversicherungspflicht während des Krankengeldbezuges muss vom Versicherten beantragt werden. Die Beiträge sind vom Versicherten allein zu tragen.
Krankenversichertenkarte oder Rechnung
Gegen Vorlage der Krankenversichertenkarte rechnen Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser, Apotheken, Behandler und Lieferanten direkt mit der BKK ab. Sie müssen den Rechnungsbetrag nicht “vorschiessen”. Sie erhalten Rechnungen der Leistungserbringer, gehen zunächst mit der Zahlung in “Vorlage” und müssen diese mit Ihrer privaten Versicherung abrechnen.
Wechselmöglichkeit innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung bzw. privaten Versicherung
In der gesetzlichen Krankenversicherung darf die gewählte Krankenkasse die Mitgliedschaft nicht ablehnen. Es entstehen keine Nachteile bei den Leistungen. In der privaten Versicherung besteht für den Versicherer in der Regel keine Verpflichtung, die Versicherung anzunehmen. Es erfolgt bei einem Wechsel eine erneute Gesundheitsüberprüfung. Die Beiträge werden nach dem dann erreichten Alter errechnet.
Wechselmöglichkeit
Arbeitnehmer, deren Entgelt über der Jahresarbeitentgeltgrenze der Krankenversicherung liegt, und Selbständige können von der gesetzlichen in die private Versicherung wechseln. Wenn Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung entsteht (Arbeitsentgelt sinkt unter die Jahresarbeitentgeltgrenze der Krankenversicherung; Wechsel vom Selbständigen zum Arbeitnehmer; Bezug von Leistungen des Arbeitsamtes) ist eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich. Allerdings gilt dies nicht für über 55-jährige, die in den letzten 5 Jahren nicht gesetzlich versichert waren. Für diesen Personenkreis ist eine Rückkehr ausgeschlossen.

 

Die BKK Herkules hält eine ausführliche Broschüre für Sie bereit, wo Vorteile und Nachteíle noch detaillierter aufgeschlüsselt sind.

Die Entscheidung zwischen GKV und PKV sollte gut überlegt sein. Bei einem Angebot der PKV lassen Sie sich nicht nur auf die Beratung der PKV ein, sondern sprechen Sie uns ebenfalls an. Wir beraten Sie gern.

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