Verletztengeld

Wie berechnet sich das Verletztengeld?

Bei Arbeitsunfähigkeit aufgrund von Arbeitsunfällen, Wegeunfällen (auf dem Weg zur oder von der Arbeitsstätte) und bei Berufskrankheiten zahlen wir Ihnen nach Ablauf der Entgeltfortzahlung durch den Arbeitgeber Verletztengeld.

Das Verletztengeld beträgt 80 % des Bruttolohnes des vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit zuletzt abgerechneten Monats, darf jedoch den Nettolohn nicht übersteigen. Eventuelle steuerfreie Zuschläge (z.B. Nachtarbeits-, Feiertags- oder Wochenendzuschläge) werden hierbei ebenfalls berücksichtigt.

  • Für die Dauer des Verletztengeldbezuges sind nach den gesetzlichen Bestimmungen Beiträge zur Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung zu zahlen.
  • Für die Berechnung der Beiträge sind ab dem 01.01.2015 die gültigen Beitragssätze von
    • 18,7 % in der Rentenversicherung
    • 3,0 % in der Arbeitsförderung
    • 2,35 % in der Pflegeversicherung zugrunde zu legen.
  • Die Beiträge sind vom Verletztengeldbezieher und von der zuständigen Berufsgenossenschaft zu tragen.
    Die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung trägt die Berufsgenossenschaft allein. Ansonsten zahlt der Versicherte den halben Beitragssatz zur Rentenversicherung und Arbeitsförderung als Versichertenanteil.Mit dem Gesetz zur Berücksichtigung der Kindererziehung im Beitragsrecht der sozialen Pflegeversicherung wird der Beitragssatz zur Pflegeversicherung für Kinderlose ab 01.01.2005 um 0.25 % angehoben. Dieser Beitragszuschlag ist von Ihnen allein zu tragen. Das gilt auch für die Beitragsberechnung aus dem
    Verletztengeld.Der Beitragszuschlag ist nicht zu zahlen von Eltern, Stiefeltern, Pflegeeltern und Adoptiveltern, wenn die Elterneigenschaft gegenüber der beitragsabführenden Stelle nachgewiesen wird. Dabei löst bereits ein einzelnes Kind bei beiden Elternteilen eine „Befreiung” von der Zahlung des Zuschlags aus.
  • Anspruch auf Verletztengeld besteht ab dem Tag der ärztlichen Feststellung.
    (Für die Zeit der Entgeltfortzahlung wird kein Verletztengeld gezahlt)
  • Das Verletztengeld wird für Kalendertage gezahlt. Sofern das Verletztengeld für einen vollen Kalendermonat gezahlt wird, ist dieser mit 30 Tagen anzusetzen. Bei Teilmonaten wird das Verletztengeld für die tatsächlichen Tage gezahlt.
  • Die Zahlung des Verletztengeldes erfolgt im Auftrag der Berufsgenossenschaft durch die Krankenkasse. Den Auszahlschein bitten wir jeweils zum Ende des Monats vorzulegen, damit wir Ihnen rechtzeitig des Verletztengeld auszahlen können. Nach Abschluss der Arbeitsunfähigkeit bitten wir vom Arzt den letzten Tag der Arbeitsunfähigkeit eintragen zu lassen.
  • Nach Abschluss der Arbeitsunfähigkeit erhalten Sie eine Bescheinigung über die gezahlten Rentenversicherungsbeiträge. Diese Daten werden von uns direkt an den Rentenversicherungsträger weitergemeldet. Darüber hinaus erhalten Sie eine Bescheinigung für das Finanzamt. Diese wird Ihnen unaufgefordert zugesandt.

 

Beispiel Rechenbeispiel Verletztengeld (Elterneigenschaft liegt vor):

Bruttolohn = 2.000 €
Nettolohn = 1.250 €
Berechnungsgrundlagen für Ihr Verletztengeld.Bruttolohn………………..€
2. Nettolohn…………………€
80% aus 2.000 € = 1.600 €100% aus 1.250 € = 1.250 € Das Krankengeld beträgt also 1.250 € 80% aus 1. sind =………………..€100% aus 2. sind =………………..€IhrVerletztengeld beträgt also………………..€Beginn der Verletztengeldzahlung
ist der………………..
Davon sind Beitragsanteile des Versicherten abzuführen für z.Zt. Rentenversicherung 9,35 % = 116,88€ Arbeitslosenversicherung 1,5 % = 18,75€

Auszahlung monatlich = 1.114,37 €

Davon sind von Ihnen Beitragsanteile abzuführen fürRentenversicherung =………………..€Arbeitslosenversicherung =………………..€Pflegeversicherung =………………..€Auszahlung monatlich =………………..€Kalendertäglich =………………..€
Service-Telefon
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