Hausarztzentrierte Versorgung (HZV)

Das “Hausarztmodell” für viele Bundesländer

Bei der „hausarztzentrierten Versorgung“ (HZV), dem so genannten „Hausarztmodell”, übernehmen niedergelassene Hausärzte besondere Verantwortung gegenüber Patientinnen und Patienten. Im Rahmen der HZV verpflichten sich die als Anbieter besonderer Versorgungsangebote bereits zugelassenen Mediziner zu Fort- und regelmäßiger Weiterbildung. Das ist Voraussetzung für eine mit der HZV bezweckte Steuerung der Patienten, um Diagnoseverfahren und Behandlungsketten zu optimieren. Teilnehmende Ärzte bewerten alle relevanten Befunde und entwickeln hieraus patientenindividuelle Therapievorschläge. Als „Lotsen“ obliegen den HZV-Medizinern dann Veranlassungen fachärztlicher (Weiter-)Behandlungen oder aber Empfehlungen zu notwendigen operativen Eingriffen in ambulanten Einrichtungen oder Kliniken.

Die hausarztzentrierte Versorgung ist in den folgenden Bundesländern möglich:

  • Bayern
  • Berlin
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Mecklenburg – Vorpommern
  • Rheinland – Pfalz
  • Sachsen
  • Sachsen – Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Abstimmung und Koordination notwendiger Maßnahmen und sinnvoller Abläufe sind das Ideal der HZV. Ein Vertrag zwischen einzelnen Landesverbänden der Betriebskrankenkassen (dem die BKK Herkules angehört), dem Hausärzteverband sowie den Kassenärztlichen Vereinigungen der einzelnen Bundesländer regelt zahlreiche Details und legt Qualitäts- und Servicekriterien gegenüber Versicherten und Patienten fest.

Bereits im Wartezimmer sollen die Patienten Vorteile haben: Ihnen werden kurzfristige Termine und Berufstätigen werden Abendsprechstunden in Aussicht gestellt. Die hausarztzentrierte Versorgung soll die für den Laien oft unübersichtliche medizinische Versorgung koordinieren indem dem Allgemeinmediziner eine Schlüsselposition zukommt. Insbesondere soll der Hausarzt vom Patienten konsultiert werden, bevor ein Facharzt aufgesucht wird. Hiervon ausgenommen sind Besuche beim Augenarzt oder beim Gynäkologen. Das soll neben Patienten mit Alltagsbeschwerden vor allem auch chronisch und schwer kranken Menschen zugute kommen. In Notfällen oder bei urlaubsbedingter Abwesenheit des betreuenden Hausarztes empfiehlt sich der Gang zu einem ebenfalls an der hausarztzentrierten Versorgung teilnehmenden niedergelassenen Hausarzt. Er ist mit der speziellen Dokumentation und dem Verfahren vertraut.

BKK Herkules-Versicherte, die an diesen Versorgungsverträgen teilnehmen wollen, sollten sich an ihren Hausarzt wenden.

Wer kann an der hausarztzentrierten Versorgung (HZV) teilnehmen und was ist zu beachten?

    • Die Teilnahme ist freiwillig.
    • Teilnehmer müssen mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben.
    • Ihr Hausarzt muss dem Versorgungsvertrag beigetreten sein.
    • Ihre Teilnahme erklären Sie durch Anmeldung und Einschreibung in der teilnehmenden Arztpraxis.
    • Die Teilnahme beginnt mit dem Tag der Einschreibung.
    • Ihre Wahlentscheidung gilt für mindestens ein Jahr.
    • Ein Wechsel des Hausarztes ist grundsätzlich nur zum Ende des Quartals nach Ablauf eines Jahres seit dem Beitritt möglich.
    • Das Ende der Teilnahme an der HZV muss vom Teilnehmer durch schriftliche Mitteilung an die BKK Herkules angezeigt werden. Die Frist beträgt vier Wochen zum Quartalsende, frühestens jedoch vier Wochen vor Ablauf eines Jahres nach der Einschreibung.

Ob auch Ihr Hausarzt an der HZV teilnimmt, beantworten wir Ihnen gerne. Bei weiteren Fragen zur HZV stehen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne zur Verfügung.

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0800.2551255

Mo.–Mi. 8.00–17.00 Uhr
Do. 8.00–18.00 Uhr
Fr. 8.00–16.00 Uhr
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34117 Kassel
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